»Phantasie muss grenzenlos sein dürfen. Denn gezähmt wäre sie keine Phantasie.« August Everding

Du

Fantasie, die so real sich anfühlt wie du, kenne dich nicht und doch ist die Sehnsucht so groß nach dir, nach Ereignissen, die mich bringen zu dir. Ich sehe dich in Gedanken, gezeichnet filigran, so zärtlich mit Kanten, möchte dich berühren und merke zu schnell, dass du es nicht  bist. Das mich Sehnsucht  zerfrisst.

Flüsse, Berge, Täler sind Grenzen, die dich mir enthalten. In kalten, langen Nächten liege ich da, bin gewahr einer jeden Berührung von dir, spüre deine Fingerkuppen, wie sie tastend meine Wölbungen erklimmen, fühle zitternden Pulsschlag durch Adern fliesen, der angespornt durch Lust sich in Gliedmasen drängt.

Möchte dich sehen, möchte dich erkennen. An Tagen, die mit Sonne geflutet an mir vorrüber zieh´n, möchte ich flieh´n, in deine Arme, die ausgebreitet am Ende des Sonnenuntergangs warten, doch falle ich vergebens. Bin leid meines Lebens.

Wenn Schnee fällt und deckend der Mantel sich schließt, möchte ich geschlossen werden von Knöpfen, die du an den Mantel genäht, am Mantel, den du an deinem Körper trägst. Und dennoch erwache ich selten zu spät um zu erkennen, dass alleine ich liege. Ich fliege davon.  In Gedanken aus dem Fenster um hochzusteigen, endlich nicht mehr zu leiden!

Um zu erfahren Wärme, Geborgenheit, Glück. Was bringt mir dich im Leben zurück.

Wenn man einmal eine Liebe erfahren hat, ist alles was danach kommt oftmals eintönig platt. Ich liebe jemanden, einen Mann den es nicht gibt. Fiktion in meinem Kopf die du mich begehrst und  mir erfüllst Wünsche von Lippen gelesen, dennoch spannend,  jede Minute neu entdeckt, du allein hast meine Geister geweckt.

Kerstin Löcker

Bookmark and Share
..grenzenlos

 

..lest, wertet, kritisiert, freut euch, fühlt euch, weist ab, kommt wieder..

..für alle die grenzenloses erschaffen, die ziellos auf pfaden wandern, die abzweigungen setzen und freunde wie freude erkennen..