»Phantasie muss grenzenlos sein dürfen. Denn gezähmt wäre sie keine Phantasie.« August Everding

Wien

Es ist grau über Wien.
Kann es sein, ich bin allein.
Bin allein mit Gedanken die mich betrüben.
Es gibt mehr Menschen als man ahnt, die sich selber betrügen.

Es gibt Wolken die ziehn, über Wien.
Ich muss es ertragen,  mich selber beklagen.
Ich wandere nach gestern um mir Antworten zu geben.
Ich möchte wie sie sein, ein Menschenwesen gemacht um zu leben.

Graunebel legt sich fassadenbeschmutzt über Wien.
Ich sehe durchs Glas aufs Nass.
Man muss sich anpassen um Antworten zu kriegen.
Man sieht rastlose Seelen in Gassen aus leeren Körpern fliegen.

Seelen fliegen über Wien.
Meine Seele sitzt fest, eingesperrt im Nest.
Ist es die Aufgabe des Menschen der wandelnd die Erde beschreitet,
und somit von mir an mich die Diskussion die mit mir streitet…

Aufgaben entfliehen, über Wien.
Tot sind Hüllen in Gassen, lassen ziehn ohne hassen.
Ohne Gewissen, Seele und Schuld die im Seelenflug tanzen,
gibt es keine Antwort, nicht die fehlenden Stücke zum Ganzen.

Seifenblasen die zerplatzen an Wien.
Tot sind Wunsch und Traum, kein Platz für Vision, keine Zeit für Raum.
Traurige Augen die leere Tränen weinen,
lasse Sporen der Seele aufsteigen, um in anderen Welten zu keimen.


Kerstin Löcker

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..grenzenlos

 

..lest, wertet, kritisiert, freut euch, fühlt euch, weist ab, kommt wieder..

..für alle die grenzenloses erschaffen, die ziellos auf pfaden wandern, die abzweigungen setzen und freunde wie freude erkennen..